Musik

Manchmal kommt es anders als man denkt und deswegen hat das mit einem Artikel gestern gar nicht geklappt. Statt eines Artels zu schreiben habe ich, als Oma wohlbemerkt, mich durchgekämpft und gelernt wie man einen Screenshot erstellt. Was soll ich sagen? Es hat geklappt. Schreiben wollte ich über Musik. Anlass der Tod von Robin Gibb. Erinnert ihr Euch an früher? Mit welcher Band, welcher Musik seid ihr aufgewachsen und welche Musik haben Eure Eltern gehört und ich frage mich mit wem, welcher Musik wird meine Enkelin aufwachsen?

Ich habe das schon mal irgendwann beschrieben, dass mein Onkel an irgendeinem Wochenende mit einem Tonbandgerät gekommen war und aufgenommen hat. Doch das war damals eine Sensation als Cliff Richards rote Lippen geküßt hat und Gitte einen Cowboy als Mann wollte. Die Beatles hielten Einzug, ebenso wie Elvis, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Led Zeppelin und so viele mehr mitsamt vollkommen neuen Musikrichtungen über die unsere Vorfahren nur noch den Kopf schütteln konnten. Wir nicht, wir haben danach getanzt uns geschüttelt und eng umschlungen die Discos mit auftoupierten Haaren und passenden männlichen Pilzköpfen mit und ohne Schmalzwelle dazu. Jeans hielten Einzug, je enger desto besser, mein Bruder brauchte die Hilfe von meiner Schwester und mir um sich seiner zu entledigen. Mein Vater und mein Bruder diskutierten nächtelang darüber welche Musik Bestand haben würde. Posthum hat mein Vater meinem Bruder Recht geben müssen: die Musik der Beatles ist unsterblich geworden. Übrigens waren meine Eltern sehr moderne Eltern und mochten diese Musik auch, sofern sie nicht schreiende Ausmaße angenommen hatte, aber selbst das tolerierten sie. Das war alles überschaubar, die Musik, die Interpreten.

Heute ist das ein wenig anders, Interpreten sind ebenso schnell wieder weg wie sie einen Hit gelandet haben. Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer, weil ich das so genau nicht verfolge. Viele sind von anderen gar nicht zu unterscheiden und die vielen Namen muss man sich gar nicht erst merken. Interpreten des Grand Prix gehen vollkommen an mir vorbei und ich kenne noch nicht mal das Lied für Baku, weil man davon ausgehen kann, dass Deutschland nach dem Gewinn vor zwei Jahren nun wieder über Jahre irgendwo auf den Plätzen herumdümpeln wird. Ist so, hat auch gar nichts mit der Qualität eines Liedes oder eines Interpreten zu tun. Welche Musik wird Baby hören, wenn sie groß ist? Welche Interpreten wird sie mitnehmen in ihr erwachsenes Leben und vor allem sich an sie erinnern? Ich könnte jetzt sofort eine Band nennen mit der ihre Mama groß geworden ist, aber ich werden einen Teufel tun und sie outen, was ich niemals tun würde. Das müsste sie schon selbst tun. Welcher Star, welche Band, welcher Hit wird es sein, der bei Baby hängen bleibt? Oder welches Weihnachtslied? Auch da hat man doch seine Favoriten. Oder etwa nicht?

Welche Lieder waren Eure Favoriten, zu welchen habt ihr unter der Dusche gesungen und tut es noch? Was habt ihr Euren Babys vorgesungen, nein ich verrate nicht was ich meinem Sohn vorgesungen habe, ich glaube heute, dass das an Körperverletzung gegrenzt hat, aber er mochte das, hat zumindest nicht dagegen protestiert. Singt Euren Kindern etwas vor, ihr selbst, ihr könnt das. Babys verzeihen falsche Töne, Hauptsache Stimme von Mama oder Papa. Aber egal was ihr singt, wem ihr etwas vorsingt: Laßt es Euch gut gehen dabei.  

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2 Gedanken zu „Musik

  1. Unserer Kleinen singen wir richtig viel vor. Und ich glaube, sie verzeiht uns auch den einen oder anderen schiefen Ton. Kinder sind da nicht so... Hoffe ich. Auch wenn ich zugeben muss, dass in meiner Interpretation "Yellow Submarine" vielleicht etwas zu sehr nach einer Ballade klingt - der Schaden wird schon nicht so groß sein.

    • Oh, ich denke eine freie Interpretation ist besser als gar keine. Vielleicht stellst Du Deine ja mal bei Youtube ein :-). Keine Sorge, Babys verzeihen, wenn Eltern falsch singen, ich glaube für sie zählt allein, dass sie Mamas oder Papas Stimme hören.

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