Schalk im Nacken oder Frohsinn im Herzen

Vor Kurzem war in der Zeitung, im Internet zu lesen und im Fernsehen zu sehen und zu hören, dass fünf junge Männer alkoholisiert, stark alkoholisiert um nicht zu sagen kurz vor sturzbetrunken des Nächtens einen Zirkus aufgesucht um dort mit den Tieren zu spielen und das Lama, ich glaube es heißt „Boris“ zu einer Straßenbahnfahrt einzuladen. Hand aufs Herz, wer hat nicht darüber gelacht? Zumindest gelächelt? Ja ja, jeder weiß, dass das strafbar war und da sich das in Belgien ereignet hat, wurden die jungen Männer nicht bestraft.

Ja, ja, das hätte auch anders ausgehen können, ist es aber nicht. Ich habe darüber herzliche gelacht und hätte es schade gefunden, wären die jungen Männer bestraft worden. Nein, ich muss so etwas nicht alle Tage in der Zeitung lesen, aber bei all dem Schrott, den wir tagtäglich über uns ergehen lassen müssen, war das entspannend. Niemand vor verletzt, kein Schaden ist entstanden, Boris hat das auch gut überstanden und die Boys werde wahrscheinlich am nächsten Tag Kopfschmerzen gehabt haben. Alles gut. Noch mal Hand aufs Herz, wer hat die Jungs da nicht ein klein wenig für ihre Unbekümmertheit beneidet? Ich schon. Auch wenn ich gelegentlich schon den Schalk im Nacken sitzen habe, so fehlt mir gelegentlich der Mut zu solchen Aktivitäten, zumal man bei den vielen Humorlosen in unserem Land immer damit rechnen dafür für Jahre in den Knast zu kommen, während diejenigen die richtig Dreck am Stecken haben, sich es draußen gemütlich machen. Aber das ist gar nicht mein Thema. Ich kannte mal eine Frau, die trug für ihr Leben gerne bunte Hüte, im Sommer herrlich mit Blumen verziert, ich fand das klasse, sie war auch eine Persönlichkeit, die das durchaus tun konnte und man nahm sie dennoch ernst. Das würde ich auch gerne tun, aber ganz ehrlich Berlin gibt das nicht her. Dennoch sitzt mir ab und an der Schalk im Nacken und vor ein paar Wochen habe ich ganz spontan und intuitiv an einem Wettbewerb der Zeitschrift „Donna“ teilgenommen, die gemeinsam mit der Firma Clarins  die Coverfrauen für die nächsten zehn Ausgaben suchen. Ich meine schaut mich an:

 OmaohneBlase

Sehe ich für mein Alter nicht noch toll aus? Meine Figur kann sich sehen lassen. Gut okay, ich werde demnächst ein wenig an meinem Äußeren feilen wollen, einen andere Brille, die Frisur ist gut, das muss man nix ändern, aber meinen Outfits mehr Pep verpassen, wie keine Ahnung, ich muss mal mit Renè Schulz meinem ganz persönlichen, wie soll ich das ausdrücken, ah ja „Stylisten“ sprechen, er soll mich entsprechend aufmodeln. Wer weiß vielleicht klappt das dann nächste Mal mit der Bewerbung. Aber egal, es hat mir Spaß gemacht als ich die Bilder hochgeladen habe und das weggeschickt habe und nein liebe Redaktion, das war kein „Verarschen“, das war schlichtweg Spaß, Fun, der keinem wehgetan hat und Euch hoffentlich zum Lachen gebracht hat. So, und ich schaue Montag in den Briefkasten und was finde ich? Ein Kuvert, ein nettes Schreiben, man hätte sich anderweitig entschieden. Das war ein Fehler! Doch echt, Leute, Euch entgeht jede Menge Frohsinn, gute Laune und eine Menge Spaß mit mir, der Oma Becker, bei aller Professionalität, die ich natürlich auch habe. Dennoch danke, dass ihr den Spaß mitgemacht habt und danke für das:

 ClarinsStaubwedel

Übrigens liegt das auf meinem rosafarbenen Staubwedel, wenn schon nicht Hut mit rosafarbenem Wedel, ich habe einen ewigen Hang zu rosa, dann einen Staubwedel in rosa. Kann man mal sehen wofür so ein Wedel gut sein kann. Bewahrt Euch Eure Fröhlichkeit im Herzen, das hilft, um durch die grauen Tage im Leben zu kommen.

Website Pin Facebook Twitter Myspace Friendfeed Technorati del.icio.us Digg Google StumbleUpon Premium Responsive

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.